Wohnen im Alter  

Die meisten Menschen machen sich viel zu spät darüber Gedanken, wo und wie sie im Alter wohnen wollen. Dabei kommt für Jeden der Zeitpunkt, an dem die Beweglichkeit nachlässt und man auf schnelle Hilfe angewiesen ist. Hinzu kommt, dass viele Ältere ihr Leben zunehmend selbstbestimmt gestalten und ihren Angehörigen nicht zur Last fallen möchten.  

Bei der Suche nach  seniorengerechtem Wohnen ist man - vor allem, wenn man in Burgdorf wohnt – schnell ratlos. Es gibt zwar eine Vielzahl an vollstationären Einrichtungen:

Neben diesen (hoffentlich vollzählig aufgelisteten) konventionellen Wohnformen, fehlt es in Burgdorf jedoch an Wohnprojekten mit flankierenden Service-Angeboten oder gar selbstorganisierten Gruppenwohnprojekten. Anderenorts sind „Betreutes Wohnen“, „Wohnen mit Service“ oder „Seniorenwohnen“ in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen. Sie versprechen älteren Menschen ein selbständiges Leben in den eigenen vier Wänden.  

Ob allein oder gemeinsam mit dem Partner. Sicherheit und Geborgenheit und bei Bedarf qualifizierte Hilfeleistung sind ebenfalls gegeben. Zumindest auf den ersten Blick, die bessere Alternative zum Zweibett-Zimmer im Altenheim oder zum nicht seniorengerechten Wohnen im eigenen Reihenhaus.  Aber Vorsicht! Hinter den wohlklingenden Begriffen kann sich (noch) jede beliebige Wohnform verbergen. Das wird sich hoffentlich bald ändern. Seit dem 1.09.2006 existiert die Norm DIN 77800 für Betreutes Wohnen.  

Darin sind die Anforderungen für Betreutes Wohnen festgelegt nach denen Einrichtungen sich zertifizieren lassen können. Dann wird es vergleichbare Bestandteile bei seniorengerechtem Wohnen geben, einschließlich qualitätssichernder Maßnahmen, wie Bewohnerbefragungen und Beschwerdemanagement.  

Noch nutzen Immobilienmakler und Betreiber von Wohnanlagen die Gesetzeslücke. So werden hohe Mieten durch fragwürdige und unqualifizierte Serviceangebote kaschiert. Oft wird aus dem schlechten Gewissen der Angehörigen und den Erwartungen alter Menschen Profit gezogen.  

Fazit: Auf der Suche nach einer geeigneten betreuten Wohnform sollte man genau hinsehen, sich die einzelnen Kostenbestandteile exakt aufschlüsseln lassen und bedenken, dass es qualifizierte Leistungen nicht zum Nulltarif gibt.  

Mit der flächendeckenden Schaffung von Seniorenservicebüros soll in Niedersachsen künftig Ratsuchenden geholfen werden. Für alle Burgdorfer gilt: Wenden Sie sich an den Seniorenrat, dort werden u. a. Checklisten für Seniorenwohnungen vorgehalten. (Hans Bauer, 10.12.2007)

Pflegeprüfungen durch den MDK (Medizinischer Dienst der Krankenversicherung Niedersachsen) werden an den Pflegeheimen regelmäßig durchgeführt. Ergebnisse finden Sie unter

www.aok-Gesundheitsnavi.de
www.bkk-pflege.de
www.der-pflegekompass.de
www.pflegelotse.de

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie im Pflegestützpunkt Burgdorfer Land.

Der Pflegestützpunkt wurde von der Region Hannover eingerichtet und befindet sich in Burgdorf, Rathaus I Zimmer 7.

Er bietet eine neutrale, vertrauliche und kostenfreie Beratung rund um die Lebenslage “Pflege“.

Das Angebot richtet sich an pflegebedürftige Menschen, deren Angehörige und jeden Interessenten.

Frau Nikolai, ex. Kinderkrankenschwester/ Fachkraft im mittleren Leitungsbereich- Altenpflege und Frau Phillips, ex. Kinderkrankenschwester/ Diplom-Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin  geben Auskunft zu Hilfe- und Unterstützungsangeboten und zu möglichen Sozialleistungen. Sie sind ggf. bei Antragstellungen behilflich.

Im Gespräch wird der Bedarf zusammen mit der ratsuchenden Person ermittelt und Wege zur Zielerreichung aufgezeigt, ggf. werden auf Wunsch weiterführende Kontakte hergestellt.

Bei Fragen zu einer Wohnraumanpassung im häuslichen Bereich berät an jedem 1. Freitag im Monat Herr Piltz, Wohnberater der Region Hannover, im Pflegestützpunkt.

Allgemeine Informationen über gemeinschaftliches Wohnen finden Sie unter http://www.wohnprojekte-portal.de/

Eine weitere Projektbörse gibt es auf der Homepage des Forums Gemeinschaftliches Wohnen.